Fernando Miceli & Tango Juramento
Tango Juramento bedeutet übersetzt "Tango-Eid" bzw. "Tango-Schwur". Vielleicht klingt es extrem oder pathetisch, tatsächlich bezeichnet "Tango Juramento" jedoch die Einstellung des aus Buenos Aires stammenden Fernando Miceli (voc.) und der Mitglieder seines Projektes zu der Musik seiner Heimatstadt Buenos Aires. Dies bedeutet ihre absolute Hingabe für den Tango aus dem Rio de la Plata. Der Tango, der beschwört Ihre Musik ist eine Antwort auf die Suche nach den kulturellen Wurzeln sowie nach einer interpretativen Synthese im Geiste des Tangos. Die Geschichten des Tangos und die Kraft ihrer Protagonisten erhalten durch die Darbietung der jungen Musiker zeitgemäße Züge. Dies geschieht ohne dabei die traditionellen Tangostrukturen zu verlassen. Die Künstler präsentieren mit ihrem Ensemble "Tango Juramento" die Musik einer Kulturlandschaft, welche die Kinder jener Einwanderer prägten, die Anfang des 20. Jahrhunderts scharenweise aus den Schiffen am Hafen in Buenos Aires und Montevideo herabgestiegen waren. Mit diesen Einwanderern kam die bunte kulturelle Vielfalt ans Ufer des Rio de la Plata, welche mit dem Kulturerbe des Gastlandes verschmolz. So entstand eine neue musikalische und poetische Gattung: Der Tango. Es sind Lieder aus einer rauen Zeit, die über die Sehnsucht nach der vermissten Heimat sprechen. Die Wehmut, der Verrat, verlorene Liebe, aber auch die verzagte Gerechtigkeit der "Malevos", der argentinischen "Mackie Messer", spiegeln sich in den Tangos wieder. Das Ensemble interpretiert außerdem eigene Kompositionen, in denen die aktuelle Problematik des lateinamerikanischen Subkontinents nicht außer Acht gelassen wird. Ihre Tangos und Tango-Balladen, aber auch ihre Milongas, ländlichen Tangos und afroamerikanischen Candombes bekunden den kulturellen und wirtschaftlichen Verfall Südamerikas.
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Jedes Konzert von Fernando Miceli & Tango Juramento ist Pflicht für diejenigen, die den Tango lieben und ein Stück argentinischen Stadtlebens in sich aufnehmen möchten. |


